INSTITUT FÜR VIROLOGIE

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Bünteweg 17, D-30559 Hannover

Arbeitsgruppen

Tel. 0511 / 953-8841
Fax 0511 / 953-8898

 

Arbeitsgruppe Klinische Virologie:


Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Krankheiten, die durch Infektionen mit Pesti- und Morbilliviren hervorgerufen werden, insbesondere mit der BVD, der Klassischen Schweinepest (KSP) und der Hunde- sowie Seehundstaupe. Sie wurde 1995 von Professor Volker Moennig als Nachfolger von Professor Liess übernommen. Die Forschungsarbeiten befassen sich schwerpunktmäßig mit der Pathogenese einerseits und Diagnose und Bekämpfung dieser Infektionskrankheiten andererseits. Im letzteren Bereich ist das Institut als Referenzlabor der Europäischen Union für die KSP und bei der Beratung von Länder- und Bundesministerien zur Bekämpfung von KSP und BVD tätig. Die Pathogeneseforschung der Arbeitsgruppe konzentriert sich auf die Aufklärung pathogenetischer Mechanismen bei der Mucosal Disease des Rindes, einer immer tödlich verlaufenden Form der BVD, die in persistierend virämischen Rindern durch ein Zusammenspiel von nicht-zytopathogenem und zytopathogenem BVD-Virus entsteht. Dieser hämorrhagischen Krankheit liegt ein in der Medizin beispielloser pathogenetischer Mechanismus zu Grunde. Im Rahmen dieser Forschungen beteiligt sich die Arbeitsgruppe an Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Darüber hinaus wird an der Entwicklung neuartiger Impfstoffe gegen diese Krankheiten gearbeitet, da die zur Zeit verfügbaren Vakzinen verschiedene Nachteile aufweisen. Dabei kommt der genetischen Immunisierung (DNA-Vakzinen) besondere Bedeutung zu. Die Analyse der genetischen Information der Pesti- und Morbilliviren erlaubt zudem ein besseres Verständnis der Evolution der Erreger. Bei einem Ausbruch der KSP können so Aussagen zur möglichen Einschleppungsursache gemacht werden („molekulare Epidemiologie“). Im akkreditierten Dienstleistungslabor der Abteilung Klinische Virologie werden eine Reihe diagnostischer Untersuchungen für Tierärzte und Kliniken angeboten.

 

Arbeitsgruppe Molekulare Virologie:


Im Jahre 1997 wurde die Professur für Molekulare Virologie mit Professor Georg Herrler besetzt. Diese Arbeitsgruppe untersucht schwerpunktmäßig die Interaktion von Viren mit polarisierten Epithelzellen, die als Bestandteile der Schleimhäute eine erste Infektionsbarriere für eindringende Viren darstellen. Vorrangig bearbeitet wird die Bindung von Viren an zelluläre Rezeptoren und die Fusion der Virusmembran mit der Zellmembran. Aber auch die Ausschleusung der Viren von der apikalen bzw. basolateralen Plasmamembran wird analysiert. Die Rolle der viralen Membranproteine bei diesen Vorgängen wird untersucht durch gezielte Mutationsanalyse am isolierten Gen bzw. im Kontext rekombinanter Viren. Diese Arbeiten sollen zum Verständnis der Pathogenese respiratorischer und intestinaler Virusinfektionen beitragen und zur Entwicklung einer immunprophylaktischen Strategie führen. Modellviren sind das respiratorische Synzytialvirus, Coronaviren und Influenzaviren. Gefördert wird diese Forschung durch Drittmittel von der Europäischen Union und vor allem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen von Sonderforschungsbereichen (Immunreaktionen der Lunge bei Infektion und Allergie, Pathobiologie der Darmmukosa) und eines Graduiertenkollegs (Mukosale Erreger-Wirt-Interaktionen).

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22.07.2008 9:28
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