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Die Virologie ist eine verhältnismäßig junge Wissenschaft, die für die Ursachenforschung menschlicher und tierischer Erkrankungen mit der Entdeckung des Maul- und Klauenseuchevirus durch Löffler und Frosch im Jahre 1898 in Greifswald ihren Anfang nahm. An der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) wurden in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts im Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen die ersten „virologischen“ Arbeiten an der Schweinepest durchgeführt, von der seit 1903 die virale Genese bekannt war. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Forschungsarbeiten an virusbedingten Tierkrankheiten durch die großen Fortschritte in der Gewebe- und Zellkulturtechnik stark stimuliert, und Mitte der 50er Jahre wurde ein „Virushaus“ mit Laborräumen und Stallungen für Großtiere neben dem Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen gebaut, in das 1958 eine kleine virologische Arbeitsgruppe einzog. Die Infektion
des Rindes mit dem bovinen Herpesvirus 1, der Lippengrind
der Schafe und Arbeiten an der bovinen Virusdiarrhoe
(BVD) standen damals im Vordergrund
des wissenschaftlichen Interesses. Es bestand über viele Jahre
eine enge Zusammenarbeit mit einer virologisch sehr aktiven Arbeitsgruppe
am staatlichen Medizinaluntersuchungsamt in Hannover. Mit der Besetzung der zweiten Stelle eines Universitätsprofessors im Jahre 1977 mit Professor Oskar Kaaden wurden im Institut zwei sich ergänzende Arbeitsgruppen gebildet, die bis heute fortbestehen: Klinische und molekulare Virologie. Die personelle Grundausstattung des Instituts besteht außer den zwei Universitätsprofessoren noch aus vier wissenschaftlichen sowie technischen Mitarbeitern und Tierpflegern. |
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22.07.2008 9:28
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